1.667

„Wir müssen unseren Berufsstand mehr erklären.“

Frank Überall

Frank Überall (45) sieht sich als Wanderprediger des „Deutschen Journalisten-Verbandes“. Als dessen Vorsitzender warnt er vor den Bedrohungen, denen heutiger Journalismus ausgesetzt ist: "Dabei lauert die Gefahr nicht nur von Seiten der populistischen und extremistischen Lügenpresserufer, sondern ist vielschichtig."

Überall sieht Journalismus allerdings auch vermehrt eingeschränkt und gefährdet von Publizisten, Verlagen und Medienhäusern, die Inhalte möglichst billig haben möchten und sich deshalb aufs „Contentschubsen“ reduzieren.

Selbst die gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Vorratsdatenspeicherung oder das Urheberrecht bedrängen journalistische Arbeit.

Der gebürtige Kölner ist Autor politischer Sachbücher und freier Journalist, arbeitet unter anderem für WDR, taz und dpa. Er studierte Politikwissenschaft, lehrt seit 2012 als Professor an der HMKW Köln Journalismus, Politik und Soziologie.

Zurück